Feuerwehr Grafenrheinfeld
Montag, 23 Mai 2016 18:45

Großübung bei der Fa. Veolia in Bergrheinfeld

Samstag, 9.45 Uhr. In Bergrheinfeld, Ettleben, Garstadt, Grafenrheinfeld und Schnackenwerth gehen die Feuerwehr-Meldeempfänger und Sirenen an. Gemeldet wird ein Großbrand bei der Firma Veolia im Bergrheinfelder Gewerbegebiet „Am Bahnhof“. Dies ist eine Übung. Aber eine mit Hintergrund, Sinn und Brisanz: In der großen Müllsortieranlage brennt es in schönster Regelmäßigkeit – im Schnitt einmal pro Jahr sogar heftigst, wissen die Feuerwehren der umliegenden Orte aus eigenem Erleben. Und das dortige Brandgut ist „nicht ohne“. [...]

Bei dem Übungsszenario soll das Zusammenwirken der Einsatzkräfte bei einem Großbrand geübt werden: In Brand stehen gelagerter Kunststoffmüll und Restmüll auf einer Länge von 100 Metern. Eine sich in der Nähe befindliche Halle ist durch Rauch bedroht. Personen werden nicht vermisst. Die Wehren bauen von einem Hydranten und einer Zisterne die Wasserversorgung auf. Zwei B-Leitungen, die maximal jeweils ca. 800 Liter Wasser pro Minute liefern, versorgen die Löschfahrzeuge am Brandherd. Doch der Vorrat der Zisterne ist begrenzt: Nach etwa einer halben Stunde ist hier Schluss. [...]

Als Ersatz ist eine etwa 1,5 Kilometer lange Schlauchleitung vom Main hinauf ins Industriegebiet notwendig. Dazu werden die Feuerwehren aus Schweinfurt und Theilheim nachalarmiert. Die Schweinfurter Feuerwehr setzt für dieses Objekt erstmals den „Abrollbehälter Wasserförderung“ ein, beschafft vom Land Bayern für den Katastrophenschutz. Er dient zur Löschwasserförderung oder zum Lenzen bei Hochwasser. Der 13 Tonnen schwere Behälter wird auf einem Wechselladerfahrzeug der Feuerwehr transportiert und zur Wasserentnahmestelle am Main gebracht. [...]

Das Wechselladerfahrzeug fährt unmittelbar nach Absetzen der Pumpeneinheit am Main zur Brandstelle weiter und verlegt dabei die Leitung aus Druckschläuchen. 1800 Meter F-Schläuche – das sind 36 Stück zu je 50 Metern – liegen in Längsbuchten im Abrollbehälter. Die Verlegegeschwindigkeit beträgt bis zu 40 Stundenkilometer. Was einst fast eine Stunde gedauert hat, geht jetzt wesentlich schneller. Und dabei arbeiten an der Schlauchstrecke vom Main zum Industriegebiet mehrere Feuerwehren Hand in Hand. [...]

Quelle: Mainpost.de 

Weitere Bilder sind in der Bildergalerie zu finden.